Mentor sein, kann ich das oder ist das Anmaßung? Schließlich habe ich selbst mehr Fragen als Antworten. Das war meine erste Reaktion auf die Anfrage, ob ich Mentorin sein wolle. Doch trotz meiner Unsicherheit habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen – mit Herzklopfen. Als Mentorin begleite ich inzwischen mehrere Studentinnen – und bin froh, diesen Schritt gegangen zu sein.
Im Mentoring treffen wir uns regelmäßig, reden über das Studium, über Glauben und Zweifel, Ziele, aber auch über ganz Alltägliches. Ich höre zu, stelle Fragen, gebe Impulse. Manchmal teile ich einfach nur meine Erfahrungen – was mir geholfen hat, was ich heute anders machen würde.
Ich nehme mir bewusst Zeit, und genau hier spüre ich: Es macht einen Unterschied. Nicht, weil ich alle Antworten habe, sondern weil ich da bin.
Es ist wertvoll und erfüllend, jemanden auf seinem Weg zu stärken, Mut zu machen, im Gebet mitzutragen und Orientierung zu geben. Und ich nehme aus den Gesprächen etwas für mich selbst mit. Mentoring ist keine Einbahnstraße.
Deshalb kann ich nur ermutigen: Wer Zeit, Lebenserfahrung und Interesse an Menschen mitbringt, findet im Mentoring eine bereichernde Aufgabe.
Beten Sie gerne: Für unsere Mentorinnen und Mentoren, für Freude und Weisheit bei der Begleitung ihrer Mentees.
Beten Sie gerne auch um weitere Mentorinnen und Mentoren.