Ein Dienstagnachmittag im Oktober. Wir sitzen im Vorstand des BSK zusammen und reden darüber, wie wichtig uns die Weiterbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern in christlichen Gemeinden geworden ist und wie wir diese in Zukunft noch stärker unter-stützen können. Denn ohne freiwillige Mitarbeit läuft in unseren Gemeinden gar nichts. Ob im Gottesdienst, im Kindergottesdienst, beim Kaffee nach dem Gottesdienst oder im Gemeindeleben unter der Woche – überall werden Menschen gebraucht, die mit anpacken.
Deshalb haben wir den Begriff „Ehrenamt” auch in unseren christlichen Kreisen übernommen. In unserer Vorstandsrunde stellt jemand die Frage: „Moment mal – passt dieser Begriff eigentlich zu dem, was wir als Christen tun?“ „Ehrenamt“ klingt erst einmal gut: Man tut etwas freiwillig, bekommt kein Geld dafür und wird dafür geschätzt. Die Ehre gilt dem, der sich engagiert.
Aber in der Gemeinde geht’s doch um etwas anderes, oder? „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3,17) – ist das nicht unser Antrieb?
Natürlich tut ein „Danke“ gut – Wertschätzung ist wichtig. Aber vielleicht sollten wir den Begriff „Ehrenamt“ einmal hinterfragen. In der Bibel ist nicht von Ehrenämtern die Rede, sondern von Gaben und Dienst. Das heißt: Jeder Mensch hat von Gott etwas bekommen, das er oder sie einbringen kann – nicht einfach ein Job, sondern eine Berufung!
Ich gebe zu, dass wir in unserer Vorstandsrunde keinen allgemein verständlichen Ausdruck gefunden haben, der den Begriff „Ehrenamtlicher“ ersetzen könnte. Dieser Begriff scheint tief in unserem Sprachgebrauch ver-wurzelt zu sein. Aber: Sprache prägt Haltung. Deshalb sind wir auf der Suche nach einer passenden Alternative, die sich in unseren Gemeinden einbürgern könnte. Welche Idee haben Sie? Nutzen Sie schon einen anderen Ausdruck für die „Ehrenamtlichen“ in Ihrer Gemeinde? Schreiben Sie mir Ihre Vorschläge an d.mang@bsk-mail.de
Unabhängig von der Bezeichnung gilt: Nur weil man etwas freiwillig macht, heißt das nicht, dass man es „irgendwie“ macht. Wer in der Gemeinde mitarbeitet, sollte regelmäßig geschult und begleitet werden – egal ob es um Jugendarbeit, Verkündigung, Seelsorge oder Leitung geht.
Weiterbildung hilft, die eigenen Gaben zu entfalten, Sicherheit zu gewinnen und geistlich zu wachsen. Dazu wollen wir als BSK unseren Beitrag leisten. Schauen Sie unter www.bibelstudienkolleg.de/weiterbildung auf unsere Internetseite und gönnen Sie sich etwas für Ihre Mitarbeit. Denn was Sie tun, ist mehr als freiwillige Hilfe: Es ist ein Dienst zur Ehre Gottes. Und dieser Dienst verdient gute Begleitung, Schulung und geistliche Stärkung.