Editorial:
Wenn Worte Bilder werden - warum Geschichten das Herz erreichen

Liebe Freunde des BSK

vor zwei Jahren stand ich in einer Gärtnerei in Stuttgart. Eröffnung des Ostergartens – 20.000 Besucher in drei Wochen, die Passionsgeschichte live und schauspielerisch dargestellt.

Es gab Grußworte. Nett. Korrekt. Wertschätzend. Nichts, was einen vom Hocker haut.

Meine Gedanken schweiften umher. Der Blick durch den Raum, auf die Gäste. Was wohl als nächstes kommt?

Dann kam der katholische Weihbischof ans Mikrofon. Und plötzlich – Stille. Meine Gedanken kehrten schlagartig zurück. Wie ich, so hingen ihm auch die anderen Leute an den Lippen.  Er erzählte die komplette Heilsgeschichte. Als Gartengeschichte.

Im Garten Eden geschaffen – und es war sehr gut.

Im Garten Eden ungehorsam – Beziehung zu Gott verloren.

Im Garten Gethsemane – Jesus schwitzt Blut, wird gefangen.

Im Garten am Grab – Jesus besiegt den Tod. Maria verwechselt ihn mit dem Gärtner.

Ich saß da, völlig elektrisiert und dachte: Wow. Welch bildliche Sprache! Das kann man sich merken – ohne Papier und Bleistift. Und: Die ganze Heilsgeschichte, kompakt und trotzdem tiefgehend. Genial.

Nach der Veranstaltung sprachen mehrere Leute darüber. Tage später erinnerten sich Menschen noch an diese paar Sätze. An die Gärten.

Was war der Unterschied?

Die anderen Redner hatten alles richtig gemacht. Ihre Grußworte waren korrekt, höflich und sie hielten sich an die Gepflogenheiten für solche Anlässe.

 

Aber der Weihbischof hatte etwas anders gemacht: Er hatte nicht nur den Kopf angesprochen. Er hatte das Herz bewegt.

Gute Kommunikation ist mehr als korrekte Information. Sie schafft Bilder. Sie erzählt Geschichten. Sie holt selbst umherschweifende Gedanken zurück.

Warum das für uns wichtig ist?

Wir reden ständig. Predigen, halten Andachten, führen Gespräche. Und wir wollen, dass die Botschaft von Jesus ankommt. Dass sie Leben verändert.

Aber mal ehrlich: Wie oft erklären wir theologisch präzise, aber ohne Bilder? Wie oft ist alles richtig – aber der Funke fehlt?

Was hilft?

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich wie mir: Sie bereiten eine Predigt vor, eine Andacht – und merken: Es stimmt alles, aber irgendwie fehlt das Leben drin. Was, wenn wir uns öfter fragen würden: Welches Bild steckt in diesem Thema? Welche Geschichte will erzählt werden?

Die Gärten Gottes – von Eden bis zum Ostermorgen – sind so ein Bild. Sie verbinden die großen Linien der Bibel. Sie zeigen Gottes Geschichte mit uns. Und sie bleiben im Gedächtnis.

Vielleicht erinnern sich die Menschen dann noch Tage später daran. Weil Bilder im Kopf bleiben. Weil Geschichten das Herz berühren.

Und weil sie selbst umherschweifende Gedanken zurückholen.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest – Jesus lebt! Und dass Sie gute Gelegenheiten finden, diese Botschaft weiterzugeben. Mit Bildern. Damit sie ins Herz trifft.

Dietrich Mang, Direktor

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