Am BSK wird man sich in den nächsten Jahren auf das eine oder andere neue Gesicht einstellen müssen. Die Babyboomer werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen.
Mit Dr. Samuel Koser starten wir den Einstieg in den „Generationswechsel“. Einige Jahre war er Gastdozent am BSK, jetzt ist er seit Jahresbeginn als stellvertretender Studienleiter zu 50 % angestellt.
Ein guter Anlass, um ins Gespräch zu kommen und etwas mehr von ihm zu erfahren.
Lieber Samuel, herzlich willkommen im Mitarbeiterteam am BSK! Erst 30 Jahre alt und dennoch schon ein paar Jahre Erfahrung als Pastor und in Theologie promoviert. Was hat Dich überhaupt bewogen, diese berufliche Laufbahn einzuschlagen?
Gottes Führung – entgegen all meiner eigenen Vorstellungen. Gott hat mir mein Abitur geschenkt, obwohl ich eigentlich die Schule abbrechen wollte. Das war mit ein Grund, weshalb ich mich für das Theologiestudium entschieden habe. Im Studium hat Gott mir auf einmal Freude und Fleiß geschenkt, sodass es „besser“ lief, als ich mir je hätte vorstellen können. Seine Gnade hat mich letztlich Stück für Stück geführt – durch gute wie durch schwierige Zeiten. Von dieser Gnade und der besten Botschaft der Welt möchte ich überall weitergeben.
Du bist zu 50% Pastor und zu 50% am BSK. Zwei Aufgaben, die sicher eine „gewisse Flexibilität“ erfordern, um sie gut zu erfüllen. Wie schaffst du diese Herausforderung – erst recht, da du auch noch Ehemann und Vater bist?
Ich weiß nicht, ob mir das immer gut gelingt. Aber meine Frau Charlotte und ich, wir haben beide ein Herz für Gemeinde. Ein Herz für Mission und Weitergabe der guten Nachricht in seinem Wort. Und ein Herz dafür, anderen dazu zu unterstützen. Ohne ihre Unterstützung und unser gemeinsames Engagement wäre das so nicht möglich. Ich liebe es aber auch, mit unseren beiden kleinen Söhnen Zeit zu verbringen und versuche mir dafür, wo immer möglich, bewusst Zeit einzuplanen.
Welche Fächer oder Teilbereiche der Theologie begeistern dich im Blick auf das Unterrichten besonders?
Allgemein begeistert mich Bibelkunde und die Auslegung der Bibel besonders. In Gottes Wort dürfen wir so viel entdecken und lernen über uns selbst, über Gott und über seine geniale Botschaft für uns Menschen. Deswegen liebe ich es, mich in Bibelbücher vertiefen zu dürfen in der Vorbereitung und dann gemeinsam mit den Studierenden. Aktuell fasziniert mich das Buch Jesaja am meisten: Das Buch steckt voller Evangelium – das Leben Jesu ist von Beginn bis zum Ende vorgezeichnet. Nicht ohne Grund war es eines der einflussreichsten biblischen Bücher für das Neue Testament und die Kirchengeschichte.
Gab es „Schlüsselmomente“, die bei dir diese Begeisterung ausgelöst haben, oder woher kommt die besondere Nähe dazu?
Die besondere Begeisterung für das Buch Jesaja hängt sicher damit zusammen, dass ich mich besonders viel damit beschäftigen durfte – ob in meiner Doktorarbeit, im Vorbereiten des Unterrichts oder in Bibelkreis-Reihen in Gemeinden. Bisher zumindest haben mich biblische Bücher immer umso mehr begeistert, je mehr Zeit ich damit verbracht habe.
Nun bist du nicht nur Dozent, sondern auch stellvertretender Studienleiter. Welche zusätzlichen Aufgaben verbergen sich hinter diesem Titel?
Vor allem administrative Aufgaben: Ich darf mit überlegen und gestalten, wie das Studium am BSK in Zukunft aussieht und aufgebaut ist. Aktuell überlege ich beispielsweise, wie zukünftig Modulbeschreibungen aussehen und aufgebaut sind – welche Infos dort hineinmüssen, welche Schwerpunkte dadurch gesetzt werden. Sicherlich werde ich dabei auch selbst noch entdecken, welche Aufgaben und Herausforderungen mit dieser Rolle verbunden sind.
Das klingt nach einem umfangreichen und spannenden Arbeitsfeld. Dir viel Freude dabei und dass du schnell am BSK heimisch wirst.
Falls Sie, liebe Leser, Dr. Samuel Koser näher kennenlernen wollen: Ab dem 8. Mai können Sie am Kurs „Bibelauslegung praktisch“ (Exegese) teilnehmen.